Geschichte: FC Ibach 1954-58, die Anfangsjahre

 

Aus den Gründungsjahren

Die Gründer zeigten damals etwelchen Mut, nebst den reputierten Nachbarclubs von Schwyz und Brunnen, in der Filiale Ibach einen eigenen Verein ins Leben zu rufen. Die Entstehung des Clubs FC Ibach dürfte aber doch einmalig sein. An der ersten Gründerversammlung wurde nämlich beschlossen, den Verein nicht zu gründen. Es herrschte die stark verbreitete Meinung vor, dass die Ibächler wohl Fussballer, aber kaum eine richtige Führung garantieren könnten. Mit diesem Verdikt wollten sich aber die unterlegenen Befürworter nicht abfinden. Die vier Hauptinitianten Martin Lüönd, Albert Betschart, Robert von Euw und Franz Flecklin organisierten kurzerhand eine zweite Gründerversammlung. Dabei luden sie – der Taktik von Mitstreiter Albert Inderbitzin folgend – nur noch die «richtigen» Leute ein. Diese fand am Donnerstag, 14. Oktober 1954, im Gasthaus Hof in Ibach statt. Unter kundiger Leitung von Tagespräsident Josef Gasser und in Anwesenheit von über 50 Interessenten wurde der neue Verein endgültig aus der Taufe gehoben. Als erster Vereinspräsident wurde Albert Betschart erkoren.

 

An Arbeit fehlte es schon damals nicht

Dem jungen, initiativen Vorstand fehlte es vorerst nicht an Arbeit. Sofort wurde die erste Platzinstandstellung mit vielen Frondienststunden beim heutigen «Gerbihof» in Angriff genommen. Am 6. November 1954 konnte Trainer Helmut Ulrich mit seinen Schützlingen bereits das erste Training auf dem neuen Platz aufnehmen. Umkleide- und Duschräume waren zu dieser Zeit noch keine vorhanden. Da war man auf die benachbarten Restaurants angewiesen und für die Schuhreinigung war ein Zuber voll Wasser vor den Restaurants oder auch das Muotawasser gut genug. Im März 1955 erfolgte die offizielle Anmeldung um Aufnahme beim Schweizerischen Fussballverband SFV. Im gleichen Monat fand schon das erste Freundschaftsspiel statt, und zwar hatten die Ibächler den Nachbarclub Brunnen mit einer kombinierten Mannschaft zu Gast auf dem Gerbihof.

Matchbericht zu diesem Spiel
«FC Ibach – FC Brunnen comb. 3:5 (Halbzeit 1:3): Bei idealem Fussballwetter stellte der FC Brunnen wiederum einen gediegenen Trainingspartner zur Verfügung. Obwohl auch Spieler von höherer Klasse in dieser Mannschaft mitwirkten, machten jene von ihrer Schusskraft keinen Gebrauch. Sie stellten lediglich die einheimische Hintermannschaft auf harte Proben, welche diese jedoch sehr gut, mit wenigen Ausnahmen, bestand. Im Ganzen wurde durch zu langes Ballhalten gesündigt. Nach dem Tee spielten die Einheimischen zweckmässigeren Fussball. Mit etwas gutem Willen und regem Trainingsbesuch ist zu hoffen, dass der FC Ibach eine anständige Mannschaft zur Meisterschaft melden kann. Für grosse Biertischspieler und chronische Schlusslichter irgend eines Trinkgelages wäre zu raten, lieber im Bett zu bleiben als sich auf dem Sportplatz für die nächste schlaflose Nacht aus dem Schlafe und Träumerei aufzuwecken. Der Vorstand des FC Ibach ist bestrebt, dass sich die Elf auf dem Platz stets einer anständigen Spielweise befleissen und auch anständig verlieren könne.»

Im Herbst 1955 nahmen dank zahlreicher Nachmeldungen – der Vorstand hatte zuerst nur mit einer Aktivmannschaft gerechnet – bereits zwei Aktiv- und eine Juniorenmannschaft die erste Saison 1955/56 in Angriff. Mit viel Einsatz und Trainingseifer erreichte die 1. Mannschaft auf Anhieb den 4.-Liga-Gruppenmeistertitel. In den Aufstiegsspielen scheiterten die Ibächler aber am SC Zug b mit 4:1 Toren und auf dem Gerbihof gegen den Luzerner SC II mit 2:3 Toren. Auch in der folgenden Saison 1956/57 konnten sie diesen Erfolg wiederholen, doch zum Aufstieg in die 3. Liga reichte es leider (noch) nicht. Im ersten Aufstiegsspiel auf dem Gerbihof unterlagen die Ibächler der zweiten Mannschaft von Cham mit 2:4 Toren und im zweiten Spiel war der FC Luzern III mit 5:3 Toren stärker. Dafür gewannen die Gerbihof-Leute ihr eigenes Fussballturnier, das als Abschluss der Saison zum ersten Mal anno 1957 ausgetragen wurde. Mit einem Finalsieg von 2:1 Toren gegen Bettlach konnten sie den Siegespokal erobern. In beiden abgelaufenen Saisons war als Trainer der Brunner Res Kyd tätig, auch in der Saison 1957/58, die die Muotadörfler mit dem 3. Rang abschlossen.

 

1959 der Aufstieg in die 3. Liga

Die Erfolge der 4. Saison – unter dem neuen Trainer Traugott Benz – führten über den Gruppenmeistertitel bereits zum vielbejubelten Aufstieg in die 3. Liga. Aus 16 Spielen resultierten 29 Punkte und dies mit einem sagenhaften Torverhältnis von 112:25. Mit einem 7:4-Sieg über Buochs und einem 2:2-Unentschieden gegen das kampfstarke Ungarn-Team von Perlen gelangten die Ibächler gegen Littau in den Final um den 4.-Liga-Regionalmeistertitel. Und in diesem Spiel gelang es ihnen, auf dem neutralen Platz von Ebikon mit einem hartumkämpften 8:2-Sieg diesen Regionalmeistertitel sicherzustellen.